Herzlich willkommen!

Inservice permanent bedeutet, dass Sie jederzeit mit diesem Kurs starten können! Eine Teilnahmebestätigung erhalten Sie, sobald Sie die vorgestellte Methode in einer Ihrer Lehrveranstaltungen in der Aus-, Fort-, oder Weiterbildung verwendet haben.!

Teilnahmebestätigung

Für die Ausstellung einer Teilnahmebestätigung für das Inservicetraining bitten wir Sie/euch, in diesem Formular anzugeben, in welcher Lehrveranstaltung die vorgestellten Werkzeuge verwendet wurden.

LV-Beschreibung

In diesem Inservice-Training erhalten Sie Informationen über die Grundlagen, die man zur Erstellung von Kurzvideos und Screencasts benötigt.                

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Außerdem werden Techniken vorgestellt, die sich gut für den Einsatz im Unterricht eignen.

Lehr/Lernvideo - Definition

Das Lehr- bzw. Lernvideo ist ein asynchrones, visuelles Format, das das Ziel verfolgt, einen Lehr-und Lerninhalt zu vermitteln, der in didaktisch geeigneter Weise aufbereitet oder in einem didaktisch aufbereiteten Kontext eingebettet ist. 

 Ebner, M., Schön, S. (2017) Lern- und Lehrvideos: Gestaltung, Produktion, Einsatz.

Theorie zum multimedialen Lernens

Kriterien für gute Lehr-/Lernvideos

  • Inhaltlich gute Strukturierung
  • Kurze Dauer
  • Für die Zielgruppe verständlicher Aufbau
  • Authentizität der Vortragenden
  • Passende Gestaltungsmethode
  • Gute Mischung aus Text und Bildern

Vorüberlegungen

Was muss man alles bedenken, wenn man ein Video drehen möchte?

Hier gibt es eine Checkliste als Hilfe zur Planung:

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Die Checkliste gibt es auch als Download. 

 

Checkliste zur Planung des Videos

Storyboard

„To make a great film you need three things– the script, the script, and the script.” ( Alfred Hitchcock)

Um ein gutes Video zu gestalten, ist das Drehbuch ein sehr wichtiger Bestandteil und erleichtert die Arbeit im Anschluss immens.

 

Hier gibt es einen Link zur individuellen Online-Template-Erstellung: https://www.custom.101planners.com/product/storyboard-template-1/

Soll das Video veröffentlicht werden?

Videodateien können Sie auf Ihrem eigenen Rechner speichern und etwa Ihren Teilnehmenden als Anhang oder über die Cloud zukommen lassen. In dieser Handlungsanleitung wird gezeigt, welche Möglichkeiten Sie dafür haben und wie es geht.

Sobald Sie Ihr Video veröffentlichen möchten, überlegen Sie sich eine geeignete Plattform: 

  • YouTube ist die größte Plattform für Videos, auf der Sie unkompliziert und kostenfrei einen eigenen Kanal für Ihre Videos einrichten können. Voraussetzung: Registrierung bei Google.
  • Vimeo funktioniert prinzipiell aber genauso wie YouTube. eine Registrierung ist notwendig. 

In der Regel lassen sich Videos einfach auf einer Webseite oder einer Lernplattform einbinden.

 

 

Tipps und Links

  • Ein Lernvideo erstellen: in 5 Schritten

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https://kf-education.com/lernvideo-erstellen/?fbclid=IwAR1ahO7r78pnXe4nOxUdnHLFzjeetfrUtZMunCQHHZgyuXna3AdI4cDuMkY

 

 

  • Gute Lernvideos - So gelingen Web - Videos zum Lernen! (Sandra Schön, Martin Ebner)

https://www.bimsev.de/n/userfiles/downloads/gute-lernvideos.pdf

 

  • Erklärvideos im Unterricht - Beschreibung und Unterrichtsmaterial

https://www.lwl.org/film-und-schule-download/Unterrichtsmaterial/Erklärvideos-im-Unterricht.pdf

 

  • Lernen durch Erklären - selbstgedrehte Erklärfilme

https://www.klett.de/alias/1067964

Kurzvideos

Legetechnik

Ganz ohne Computer kommt die Legetechnik aus, mit der Legetrickfilme (auch Flachfigurenfilm genannt) produziert werden können. Dabei werden ausgeschnittene, flache Objekte aus Papier oder Pappe auf eine horizontale Fläche gelegt und bewegt und mit einer senkrecht darüber montierten Videokamera gefilmt. Die Objekte werden mit der Hand gelegt und verschoben. Dadurch, dass man die Hand sieht, bekommen die Videos einen besonderen Charakter.

Die Legetechnik ist besonders einfach und kostengünstig. Alle benötigten Objekte können vorab produziert werden, i.d.R. gezeichnete Figuren, die ausgeschnitten werden. Sie können dann auf einen Hintergrund gelegt und dort bewegt werden, ohne dass jeweils ein neues Bild zu zeichnen wäre. Bei Bedarf können die Figuren wiederum aus beweglichen Einzelteilen bestehen (wie bei einem Hampelmann), durch die ihre Verwendung deutlich variabler wird. Der Hintergrund kann eine einfarbige Fläche sein oder ein speziell gestaltetes Bild.

Seit einigen Jahren werden vermehrt solche Legetrickfilme verwendet, um Sachverhalte aus den Bereichen Social Media oder E-Learning allgemeinverständlich zu erklären und zu illustrieren. (https://www.e-teaching.org/technik/aufbereitung/animation/legetechnik)

 

 

Beispiel für Legetechnik

Stopmotion-Technik

Bei Stop-Motion-Filmen werden mehrere Einzelaufnahmen gemacht, die anschließend zu einem Film zusammengefügt werden, sodass der Eindruck entsteht, dass sich die Figuren bewegen. Dabei können unter anderem Zeichnungen, Puppen, Knetfiguren, Legofiguren und andere Figuren verwendet werden. Mittlerweile gibt es für Smartphones und Tablets verschiedene Apps, mit deren Hilfe man solche Filme erstellen kann.

Die Erstellung eines Stop-Motion-Filmes dauert erfahrungsgemäß mehrere (Unterrichts)Stunden, sodass ausreichend Zeit einzuplanen ist.
Zuerst sollte ein Storyboard mit den einzelnen Szenen und den benötigten Requisiten sowie dem Hintergrund vorbereitet werden. Als Hintergrund kann auch ein „Greenscreen“ verwendet werden, der bei der Bearbeitung durch einen beliebigen anderen Hintergrund ersetzt werden kann.
Besonders wichtig ist es, darauf zu achten, dass bei jeder Bildaufnahme die Haltung der Figuren nur minimal verändert werden, sodass die Bewegungen beim fertigen Film auch noch fließend aussehen.
Auf ein Stativ für Kamera, Handy oder Smartphone sollte ebenfalls nicht verzichtet werden. Für einen Legofilm sind beispielsweise acht Aufnahmen für eine Sekunde Film empfehlenswert.
 
Am einfachsten gelingt ein Stopmotion-Video mit der App Stop Motion Studio, die es als kostenlose Version, aber auch als Pro-Version gibt.
 
stopmotion_logo.pngStop Motion Studio (gratis/in App-Käufe für Musik, Hintergründe,... möglich) /https://apps.apple.com/de/app/stop-motion-studio/id441651297
 

Beispiel für Stopmotion-Technik

Greenscreen-Technik

Bei der Greenscreen-Technik werden ein oder mehrere Personen oder auch Gegenstände vor einer grünen Leinwand platziert. Der grüne Hintergrund kann dann anschließend durch ein beliebiges Bild oder Video ausgetauscht werden.

 

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Beim Fernsehen wird häufig mit der Farbe Blau gearbeitet, daher heißt die Technik auch Blue-Box-Technik.

Neben einer ausreichenden Beleuchtung ist darauf zu achten, dass die Person(en) vor der Leinwand nicht die entsprechende Farbe tragen, da dieser Bereich ansonsten transparent wäre.

Am einfachsten erstellt man so ein Video mit einem iPad und der Greenscreen-App Do Ink.

 DoInk_App.png App Do Ink (3,49 €)  https://apps.apple.com/de/app/green-screen-by-do-ink/id730091131

Man kann natürlich auch mit einer Kamera, einem Handy oder einem Tablet filmen und den Film dann mit einem Programm wie z.B. iMovie bearbeiten.

Hier gibt es eine gute Anleitung zu Greenscreen-Videos mit iMoviehttps://support.apple.com/kb/PH22929?viewlocale=de_DE&locale=de_DE

 

Beispiel für Greenscreen-Technik

PowToon - Animierte Präsentationen erstellen

PowToon ist ein Online-Tool zum Erstellen von animierten Präsentationen, das einfach kreative Ergebnisse im Comic-Stil erzeugt und dabei recht simpel zu bedienen ist. Hilfreich ist allerdings, sich vorher ein Drehbuch mit einer gewissen Dramaturgie zu überlegen.

Zu Beginn kann man bei Bedarf aus einen der viele Vorlagen zu verschiedenen Themen wählen. Die Objektbibliothek enthält zahlreiche Elemente wie Hintergründe, Figuren, Gegenstände und Pfeile. Natürlich können auch eigene Bilder und Grafiken hochgeladen werden. Zudem stehen Musik-Tracks zur Untermalung von Videos zur Auswahl. Es lassen sich aber auch selbst gesprochene Texte als Audio-Datei dem Comic-Strip hinzufügen. Die Musik-Übergänge können, ebenso wie das Erscheinen und Ausblenden der anderen Elemente, ganz einfach mittels Drag & Drop eingestellt werden. 

https://www.blog.lehren.tum.de/nuetzliches-tool-powtoon/

Beispiel für ein PowToon-Video

Screencasts

Screencast nennt man einen Film, der den Bildschirminhalt eines Nutzers bei der Verwendung einer bestimmten Software zeigt. Oft handelt es sich dabei um Erklärstücke oder Tutorials, mit denen bestimmte Funktionen einer Software anschaulich erklärt werden. Im Prinzip handelt es sich also um das Film-Pendant des Screenshots.

Screencasts mit Quicktime

Mit dem kostenlosen und in Mac OS integrierten Quicktime können Sie nicht nur Videos abspielen, sondern auch Screencasts aufnehmen. Die neuste Version des Programms blockiert dabei aber einen großen Teil Ihrer Festplatte.

  • Starten Sie die Anwendung und machen Sie einen Rechtsklick auf das Symbol im Anwendungs-Dock. Mit "Neue Bildschirmaufnahme" können Sie einen hochauflösenden Screencast aufnehmen.
  • In den Optionen per Klick auf den Pfeil im Fenster können Sie außerdem Tondirekt zum Video einsprechen.
  • Achtung: Bei neueren Versionen des Quicktime Players können Sie Videoaufnahmen nicht direkt auf einen externen Datenträger sichern. Achten Sie auf genug freien Speicherplatz auf Ihrer internen Festplatte. Zum Speichern des aufgenommenen Clips benötigen Sie den doppelten Platz, den das Video eigentlich einnimmt.

Screencasts mit VLC-PLayer

VLC Player als Screencast-Tool

Mit dem kostenlosen VLC Media Player können Sie unter Windows, Mac und Linux Screencasts aufnehmen. Das Programm läuft dabei sehr stabil und bietet außerdem viele Extras.

  • Um aufzunehmen klicken Sie unter "Datei" auf "Aufnahmegerät öffnen ..." und wählen dann "Aufnahme" aus. Hier können Sie vom "Bildschirm" aufnehmen. Vorher können Sie noch die Auflösung, Bilder pro Sekunde und eine zusätzliche Audioaufnahme einstellen.

Screenshot_VLCplayer.png

Screencasts mit Camstudio

Mit dem kostenlosen Camstudio können Sie einen ausgewählten Bereich des Bildschirms abfilmen.

  • Klicken Sie zum Aufnehmen auf die rote Aufnahmetaste und wählen Sie den Bildschirmbereich aus, den Sie abfilmen möchten.
  • Mit Camstudio können Sie in der Nachbearbeitung mit Pfeilen auf bestimmte Objekte aufmerksam machen oder Details mit Texteinblendungen erklären.
  • Ihr Screencast wird anschließen als AVI- oder SWF-Datei gespeichert. Das SWF-Format ist für Sie nützlich, wenn Sie das Video auf Ihrer eigenen Website online stellen wollen.

Camstudio_Screenshot.png

Screencasts mit Capture Fox

Ganz ohne Programm können Sie mit Capture Fox Screencasts aus dem Firefox-Browser aufnehmen.

  • Capture Fox kann entweder Ihre Aktivitäten im Browser oder auf dem gesamten Bildschirm aufzeichnen.
  • Die Bedienung des Tools ist sehr simpel, trotzdem können Sie gleichzeitig mit dem Video Ihre Sprache aufnehmen.